SPD-Kreistagsfraktionsvorstand neu gewählt

Vorschlag: 1. Vergrößerung Kreisausschuß und Kreistagsausschüsse 2. Petra Wiesenberg als Parlamentspräsidentin

Photo v. l.: Im Vordergrund Nora Mannel, Timo Heusner, Petra Wiesenberg, Olivia Stenda und Karsten Vollmar – hintere Reihe: Dirk Noll, Daniel Iliev, Manfred Fehr, Manfred Koch, Torsten Warnecke und Tobias Heipel.

Photo v. l.: Im Vordergrund Nora Mannel, Timo Heusner, Petra Wiesenberg, Olivia Stenda und Karsten Vollmar – hintere Reihe: Dirk Noll, Daniel Iliev, Manfred Fehr, Manfred Koch, Torsten Warnecke und Tobias Heipel.

Bad Hersfeld. Die SPD-Kreistagsfraktion hat auf ihrer ersten Sitzung einstimmig einen neuen Vorstand gewählt. Zudem wurde der Wahlausgang besprochen. Immerhin hat die SPD im Landkreis mit 37,2 Prozent und einem weiteren Sitz im Kreistag den Vorsprung auf die CDU deutlich ausbauen können. Die Zusammenarbeit mit Kreistagsfraktionen liegt der SPD sehr am Herzen. „Um allen Fraktionen jeweils mindestens einen Sitz in einem der fünf Ausschüsse sowie einen Sitz im Kreisausschuß zu garantieren, schlägt die SPD daher die Aufstockung auf jeweils zwölf Personen vor. Damit könnten alle Fraktionen in den Gremien mit Rede- und Stimmrecht mitarbeiten,“ erläuterte der SPD-Unterbezirksvorsitzende Torsten Warnecke.

Ebenfalls einstimmig wurde der bisherige SPD-Fraktionsvorsitzende Manfred Fehr (Rotenburg) wiedergewählt. Fehr bedankte sich vielmals für das in ihn gesetzte Vertrauen und betonte die Notwendigkeit sachlich zusammenzuarbeiten. „Die Aufgabe hat mir bislang Freude gemacht. Mit unserem neuen Landrat Torsten Warnecke werden vom Kreistag große Aufgaben zu stemmen sein,“ machte Fehr aus seiner Unterstützung keinen Hehl. Nora Mannel (Schenklengsfeld) als Schriftführerin und Bürgermeister Timo Heusner (Philippsthal) als Kämmerer wurden jeweils einstimmig gewählt. Ebenfalls einstimmig wurden Tobias Heipel (Breitenbach am Herzberg), Bürgermeister Daniel Iliev (Heringen), Bürgermeister Manfred Koch (Kirchheim), Bürgermeister Dirk Noll (Friedewald), Olivia Stenda (Hohenroda) und Karsten Vollmar (Bad Hersfeld) als Beisitzerinnen und Beisitzer bestimmt.

Gerne greift die SPD-Fraktion die parlamentarische Gepflogenheit auf, als stärkste Fraktion die Parlamentspräsidentin vorschlagen zu dürfen. Mit Petra Wiesenberg (Niederaula) nominiert sie eine erfahrene Parlamentarierin, die nicht allein im Kreistag mitarbeitet. So hat Wiesenberg auch in Niederaula ihre Kompetenz und Durchsetzungsfähigkeit unter Beweis gestellt. „Wir sind sicher, daß Petra Wiesenberg die vielfältigen Aufgaben, die unser langjähriger Präsident Horst Hannich mit großem Einsatz zu bewältigen wußte, fair und engagiert angehen wird,“ wirbt der Fraktionsvorsitzende Manfred Fehr für die Wahl Wiesenbergs durch den Kreistag.

Ehemaliger Bürgermeister Ralf Orth ungehalten über Tatsachenverdrehung eines Schulleiters

Philippsthal – Bad Hersfeld. Ungehalten zeigt sich der ehemalige Bürgermeister der Marktgemeinde Philippsthal über die Verdrehungen durch den neuen Schulleiter der Beruflichen Schulen Bad Hersfeld in der Hersfelder Zeitung. „Hätte sich Herr Lomb mit den damaligen Vorgängen und Diskussionen ausführlicher befasst, wäre gewiss manches von ihm anders geschrieben worden. Herr Direktor Lomb hätte als erstes die SPD loben müssen. Hatte doch die SPD klipp und klar gesagt: Wir schließen keine Schulen. Das kann man von der CDU und ihrem Landrat nicht sagen,“ ärgert sich Orth über die für einen Schulleiter bemerkenswerten Aussagen.

Richtig ist, dass Landrat Michael Koch extra auf Veranstaltungen vor Ort für die Schließung von den Schulen geworben hatte. Konkret waren dies die Grundschulen in Wildeck-Hönebach und in Heringen-Wölfershausen. Auch in Philippsthal-Heimboldshausen warb Koch – jedoch nicht überzeugend – für die Schließung der Schulen. Die Bürgermeister der drei Kommunen hatten sich ausdrücklich gegen die Schließung positioniert. „Wohlgemerkt, der derzeitige Landrat und Schuldezernent hat für die Schließung geworben,“ verdeutlicht Orth.

Damit sollte an der Beruflichen Schule in Heimboldshausen die eine Hälfte der Schule geschlossen werden: Die der Erzieherinnen und Erzieher sowie der Sozialassistentinnen und Sozialassistenten. Damit sollte ein Gebäude leerstehen, von dessen Qualität sich die SPD-Kreistagsfraktion überzeugen konnte. Für eine Nachnutzung legte der Schuldezernent und derzeitige Landrat kein Konzept vor. Im Gegenteil, die an der Heizungsanlage dieses Gebäudes hängende Turnhalle sollte vorschlagsweise dann von den Vereinen betrieben werden. Der Schulsport für die weiteren Berufsschülerinnen und Berufsschüler dort stattfinden.

Wohin sollten die auszubildenden Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialassistentinnen und Sozialassistenten dann? Nach Bad Hersfeld. Aber nicht, weil die Beruflichen Schulen am Obersberg Platz hätten: Nein, in die Geistalschule. Dort wiederum wäre der Geistalschule die Entwicklung genommen worden. Gemunkelt wurde, dass auf dem Obersberg für die Beruflichen Schulen neu gebaut werden solle. Ein Schelm, wer denkt, dass dann ausgerechnet die verbliebenen Ausbildungsgänge in Philippsthal geblieben wären. Denn die Fahrzeit der Lehrerinnen und Lehrer war ebenfalls ein wichtiges Thema.

Diesen Plänen wurde im Werratal entschieden widersprochen. So kam zu dem jahrelangen Kampf um die wertvollen Arbeits- und Ausbildungsplätze bei unserem größten Arbeitgeber K+S nun auch noch unvorhergesehen der Kampf um die Schulen auf die Tagesordnung. Es war eine erhebliche Kraftanstrengung im Werratal, sich gegen die Schließungspläne zu wehren. So wurden unter anderem mehr als 2.500 Unterschriften gesammelt, initiiert von der SPD-Philippsthal und dann von allen Parteien getragen. Dann wurde die Resolution an die Mitglieder des Kreistags übergeben.

Offenbar wurde dann nach den erfolglosen Auftritten des derzeitigen Landrates über die Änderung des Vorschlags aus dem Schuldezernat, Landrat Dr. Koch, im Kreisausschuss abgestimmt. Dem Vernehmen nach wurde unstrittig die Schließungsabsicht der beiden Grundschulen und der beruflichen Schule in Heimboldshausen zurückgewiesen. In einer Kampfabstimmung unterlag dann die öffentliche Position von Landrat Dr. Koch deutlich.

Auch die Mitglieder des Kreistags haben in der Folge mehrheitlich gegen die Schließungspläne abgestimmt. Dass die Entscheidung richtig war zeigt die durch Herrn Direktor Lomb im Pressebericht genannte inzwischen erfreuliche Entwicklung der Schüleraufnahmezahlen in Heimboldshausen.

Als damaliger Bürgermeister der Marktgemeinde Philippsthal bedanke ich mich auch heute noch für den engagierten Einsatz vieler Bürgerinnen und Bürger, von Organisationen, aber auch Parteien für den Erhalt der Schulen. „Als Mitglied der Kreistagsfraktion erinnere ich mich insbesondere an den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Torsten Warnecke, der sagte: „SPD-Position, wie im Wahlkampf. Wir schließen keine Schulen“. Und das Wort keine fängt mit „k“ an, nicht mit „e“,“ fasst Orth die zu korrigierenden Aussagen des Direktors und Parteifreundes von Landrat Koch zusammen.

PM vom 12.09.2019 – SPD-Kreistagsfraktion Hersfeld-Rotenburg besucht die Landesfachschule Schornsteinfegerhandwerk Hessen in Bebra

Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion mit Vorsitzendem Manfred Fehr (zweiter von rechts), dem Geschäftsführer des Landungsinnungsverbandes Harald Stehl (vierter von rechts) und der Leiterin der Beruflichen Schule Ivonne Buchenau (vorne, vierte von rechts).

Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion mit Vorsitzendem Manfred Fehr (zweiter von rechts), dem Geschäftsführer des Landungsinnungsverbandes Harald Stehl (vierter von rechts) und der Leiterin der Beruflichen Schule Ivonne Buchenau (vorne, vierte von rechts).

Bebra. Zu einem Besuch der Landesfachschule Schornsteinfegerhandwerk Hessen in Bebra traf sich unlängst die SPD-Kreistagsfraktion Hersfeld-Rotenburg mit dem Geschäftsführer des Landungsinnungsverbandes Harald Stehl sowie der Leiterin der Beruflichen Schule Ivonne Buchenau. Stehl vermittelte zunächst den Anwesenden Interessierten die Geschichte der Landesfachschule. Diese sei ganz bewusst im Norden Hessens angesiedelt worden, wo mit dem Gebäude in Bebra eine gute Grundlage zum Aufbau dieser Einrichtung vorhanden gewesen sei. Die Schule habe sich seit ihrer Gründung gut in die Stadt integriert und auch die Zusammenarbeit der Innung mit den Beruflichen Schulen liefe hervorragend.

Dies wurde durch die Schulleiterin der Beruflichen Schulen Bebra bestätigt, die diese außerordentlich gute Kooperation zwischen den Partnern – Innung, Berufsschule und Trägern – der dualen Ausbildung der Schornsteinfeger betont. Die Beschulung der Landesfachklassen sind für die Berufliche Schule ebenso eine Herausforderung, wie für die Ausbildungsbetriebe und Auszubildenden. Besonders die gemeinsame Standortnutzung der Landesfachschule schafft für alle Lernende und Lehrende die besten Voraussetzungen für die qualifizierte Ausbildung hier in Bebra.

Während eines gemeinsamen Rundgangs im Gebäude erläuterte Stehl die Bedingungen, unter welchen der Unterricht stattfindet und vermittelte auch Fakten über die Unterrichtsinhalte sowie den politischen und gesetzlichen Rahmen, innerhalb dessen sich die Zunft derzeit bewege. Die SPD-Kreistagsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Manfred Fehr an der Spitze zeigte sich beeindruckt von der Einrichtung und dem außerordentlichen Engagement aller Beteiligten. Man könne sehr stolz sein auf diese besondere Einrichtung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.